Wer freundlich ist, ist beliebter bei anderen, erreicht seine Ziele leichter – und hat vor allem selber ein besseres Leben. Zahlreiche Studien haben belegt: Wenn wir zu anderen freundlich sind, löst das nicht nur in unserem Gegenüber Glücksgefühle aus, sondern auch in uns selber. 😊

Kennen Sie die Situation, dass Ihnen die Freundlichkeit eines Mitmenschen unerwartet auffällt? – Ein besonders hilfsbereiter Mitarbeiter in einer Servicehotline; eine Kellnerin, die Sie zum Lachen bringt; ein Nachbar, der Sie beim Vorbeigehen anstrahlt und einen schönen Tag wünscht oder die Kollegin, die sich interessiert nach Ihrem Befinden erkundigt.

Es tut so gut, wenn man Freundlichkeit im Alltag begegnet! Oft ist man erstaunt, wird vielleicht sogar davon angesteckt oder fühlt sich ein wenig ertappt, weil man selbst gerade ein wenig griesgrämig ist.

Der Stress in der Arbeit wächst, die vergangenen Nächte waren wegen kranker Kinder durchwachsen, der nächste Urlaub ist nicht in Sicht. Schlechte Laune kann es schon mal geben, dafür hat jede/r Verständnis!

Die gute Nachricht ist: Freundlichkeit kann man lernen!

Laut Definition ist Freundlichkeit die Fähigkeit, seinen Mitmenschen anerkennend, respektvoll und wohlwollend zu begegnen und durch das eigene Verhalten eine wertschätzende Atmosphäre zu schaffen. Das hat übrigens nichts mit Schleimen oder Gefallsucht zu tun, sondern vielmehr mit einer inneren Grundhaltung, seinen Mitmenschen freundlich begegnen zu wollen.

Tatsächlich gibt es inzwischen einige Studien, die zeigen, dass Freundlichkeit nicht nur andere glücklich macht, sondern vor allem uns selbst.

Der gesundheitliche Aspekt: Wenn wir zu anderen freundlich sind, schüttet unser Körper verstärkt den Neurotransmitter Serotonin aus. Effekt: Wir betrachten uns und die Welt optimistischer. Unser Selbstbild verbessert sich und wir fühlen uns besser. Ebenso wird bei einer guten Tat das Bindungshormon Oxytocin vermehrt ausgeschüttet, was wiederum Beziehungen stärkt. Auch lässt sich zeigen, dass der Gehalt des Stresshormons Cortisol im Blut teils um bis zu 23 Prozent sinkt.

Kurz: Freundlichkeit entspannt.

Eine Harvard-Studie kam wiederum zu dem Ergebnis: Wer Gutes tut, ist hinterher nicht nur glücklicher, freundliche Menschen hatten ebenso weniger…

  • Ängste
  • Sorgen
  • Depressionen
  • Bluthochdruck
  • Schmerzen

Bei Untersuchungen an der Universität von British Columbia stellten die Forscher fest: Wer wenigstens einmal täglich sowie an sechs Tagen der Woche etwas für andere tat (zum Beispiel einen Kaffee ausgeben, die Tür aufhalten, einen Euro spenden, …), hatte nach nur vier Wochen eine deutlich positivere Lebenseinstellung, war zufriedener mit seinem Leben und auch die Beziehungen zu anderen Menschen verbesserten sich insgesamt.

Kurz: Auch wenn das nicht der eigentliche Ansporn sein sollte: Freundlichkeit lohnt sich – insbesondere für uns selbst.

Unsere Freundlichkeits-Tipps für den Alltag: Lernen, üben und praktizieren

  1. Treffen Sie eine bewusste Entscheidung.
    Freundlichkeit beginnt im Kopf. Jeder kann schlechte Tage haben, an denen es schwerfällt, freundlich zu sein. Wer aber bewusst die Entscheidung trifft, an seiner Freundlichkeit zu arbeiten, hat bereits einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan.
  • Beginnen Sie bei sich selbst.
    Freundlichkeit findet nicht nur gegenüber den Mitmenschen statt, sondern gilt auch sich selbst gegenüber. Wer sich selbst ständig schlecht redet, kritisiert und nicht zu schätzen weiß, wird diese Einstellung auch nach außen vertreten und von seiner Umwelt als schlecht gelaunt, unfreundlich und unsympathisch wahrgenommen werden.
  • Geben Sie anderen nicht die Schuld.
    Oft passiert es unabsichtlich, doch wer schlechte Laune hat, lässt diese gerne an seinem Umfeld aus – ob die Betroffenen nun etwas dafürkönnen oder nicht. Dem eigenen Frust kann man so zwar Luft machen, bei anderen kommt es hingegen nicht gut an, ohne Grund mit der geballten schlechten Laune konfrontiert zu werden. Versuchen Sie anderen nicht die Schuld an Ihrem Ärger zu geben und Sie werden freundlicher auftreten.
  • Erkennen Sie die Freundlichkeit anderer an.
    Manchmal sind wir so sehr mit uns selbst oder unseren Aufgaben beschäftigt, dass uns die freundlichen Gesten anderer gar nicht auffallen. Diese freundlichen Gesten zu bemerken ist jedoch nicht nur ein guter Grund, selbst ein wenig freundlicher zu sein, sondern eine Möglichkeit sein, dies gleich zu zeigen. Revanchieren Sie sich beispielsweise für einen Gefallen oder bieten Sie Ihre Hilfe an.
  • Lächeln Sie öfter.
    Ein freundliches Lächeln hilft gleich doppelt: Zum einen werden Sie von anderen sofort als warmherzig, freundlich und aufgeschlossen wahrgenommen, noch bevor Sie überhaupt etwas gesagt haben. Auf der anderen Seite fühlen auch Sie selbst sich besser und Sie werden sich Ihren Mitmenschen gegenüber ganz automatisch freundlicher verhalten. Warum Sie lächeln, spielt dabei keine große Rolle. Denken Sie an ein schönes Ereignis oder freuen Sie sich ganz einfach auf das Gespräch und schon kommt das ehrliche Lächeln von ganz allein.
  • Nutzen Sie jede Gelegenheit.
    Der Tag wimmelt nur so von Gelegenheiten, um freundlich zu sein. Bringen Sie jemandem einen Kaffee mit, halten Sie die Tür auf, begrüßen Sie die Kollegen mit einem freundlichen „Guten Morgen“, statt nur mit dem Kopf zu nicken. Je häufiger Sie die Chance nutzen, desto freundlicher werden Sie – ganz automatisch. Und desto schneller eilt Ihnen ein guter Ruf voraus.

Positiver Nebeneffekt: Je öfter wir Freundlichkeit üben und praktizieren, desto mehr verändert sie – dank der Neuroplastizität – unser Gehirn. Oder anders formuliert:

Freundlichkeit macht uns zu besseren Menschen – im doppelten Wortsinn.

Das neue Jahr ist noch jung, das Zeitfenster für gute Vorsätze steht noch sperrangelweit offen – vielleicht wäre „mehr Freundlichkeit im Alltag“ ein nachträglicher Vorsatz für das neue Jahr! Viel Spaß beim Umsetzen!

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